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Museumsverband Sachsen-Anhalt

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Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie

Bernburg

Gedenkstätte Bernburg Ausstellungsbereich Gedenkstätt Bernburg

Ein Teil der ehemaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg diente ab November 1940 im Rahmen der nationalsozialistischen Massenmorde an kranken, behinderter, alten und sozial auffälligen Menschen ("Euthanasie“) als eine der sechs zentralen Gasmordanstalten. Bis zum August 1941 starben hier mehr als 9.380 Menschen aus 39 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Anschließend wurden hier ungefähr 4.500 Häftlinge aus sechs Konzentrationslagern getötet ("Sonderbehandlung 14 f 13“).
Bis in die Gegenwart sind wesentliche Teile der Vernichtungsanlage erhalten geblieben, darunter die Gaskammer.
Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände des Fachklinikums für Psychiatrie Bernburg und ist zu den angegebenen Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung frei zugänglich.

Die 2018 eröffnete Dauerausstellung "Die Vernichtung der „Unbrauchbaren“. NS-Gesundheits- und Rassenpolitik am Beispiel der "Euthanasie“-Anstalt Bernburg“ dokumentiert neben der Vorgeschichte vor allem die Umsetzung und Verwaltung der Tötungsaktion in Bernburg und den Umgang mit den Täterinnen und Tätern in der Nachkriegszeit.

Für angemeldete Besucherinnen und Besucher steht ein Spektrum an Veranstaltungsangeboten von der einfachen Führung durch die historischen Räumlichkeiten bis zu mehrtägigen Projekten zur Verfügung. Eine vorherige Abstimmung des Programms ist Voraussetzung.

Detaillierte Angaben zu den Bildungsangeboten finden Sie unter folgendem Link auf der Internetpräsentation der Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie“ Bernburg gedenkstaette-bernburg.sachsen-anhalt.de/angebote/

© Alle Bilder Fotosammlung Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg