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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Eisenbahnmuseum Kötzschau
Museum zur Geschichte der Eisenbahn Leipzig-Großkorbetha

Kötzschau

Empfangsgebäude Eisenbahnmuseum Kötzschau Betriebsfeld Lok V22 Draisine des Eisenbahnmuseums Kötzschau

Den Kern des Eisenbahnmuseum Kötzschau bildet das historische Empfangsgebäude des Bahnhofs Kötzschau. Es widmet sich der Geschichte der im Jahr 1856 eröffneten Eisenbahnstrecke Leipzig – Großkorbetha, sowie dem Eisenbahnwesen im Allgemeinen. Vom ersten Gedanken zum Bau der Bahnverbindung (1826) bis in die Gegenwart, kann der Besucher eine Reise durch die Zeit unternehmen. Neben umfangreichen Bild- und Textmaterial zu vielen Themenbereichen, kann u.a. ein originales Dienstzimmer mit Fahrkartenausgabe aus der Zeit um 1935 besichtigt werden. Uniformen und Effekten aus verschiedenen Epochen zeigen die Dienstkleidung des Eisenbahners in seiner Entwicklung. Schriftstücke, Fahrkarten, Frachtbriefe, Signale und Schilder, sowie Laternen geben einen Eindruck von der faszinierenden Welt der Eisenbahn. Gleisbaugerät und Werkzeuge zeugen von der einst schweren körperlichen Arbeit. Detaillierte Modelle präsentieren Bauwerke der Bahnstrecke. Im Museum wird das Betriebsfeld / Lehrstellwerk "Leipzig-Leutzsch“ erhalten. Diese Anlage, bestehend aus sechs Stellwerken unterschiedlicher Bauarten, war einst die Ausbildungsanlage für Stellwerkspersonal der Betriebsschule des Reichsbahnamtes Leipzig. Abschnitte des Lehrstellwerkes stammen aus dem Jahr 1898. Die Anlage wird im Eisenbahnmuseum Kötzschau weiterhin zur Ausbildung von verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt. Das umfangreiche Freigelände des Museums zeigt in einem Signalgarten verschiedene Bauarten von Signalen in Originalgröße. Eine Gleisanlage mit Weiche ist zu sehen. Hier kann der Besucher auch selbst aktiv werden. Unter anderem mit einer historischen Handhebel-Draisine kann auf den Gleisen gefahren werden. Eine Diesellokomotive vom Typ V22B zieht hier alle Blicke auf sich. Der Besucher kann auch den Führerstand besichtigen. Nicht nur für kleine, sondern auch große „Lokführer“ ein Erlebnis. Das Eisenbahnmuseum Kötzschau präsentiert Eisenbahngeschichte seit dem Jahr 2007. Bereits 2009/10 wurde auf Initiative des Betreibervereins Eisenbahnfreunde Kötzschau e.V. das verfallene Empfangsgebäude des Bahnhofs Kötzschau vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt und konnte in das Förderprogramm zur Revitalisierung alter Bahngebäude der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt (NASA) und des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen werden. 2014 wurde das Museum durch Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Webel mit dem historischen 1856 erbauten Empfangsgebäude wiedereröffnet. Das Eisenbahnmuseum ist stündlich mit den Zügen der Linie RB20 (Leipzig – Eisenach) von Abellio-Rail Mitteldeutschland erreichbar. Die Züge halten direkt am Museum. Für die Anreise mit dem PKW sind Parkplätze vorhanden, genauso wir ausreichend Fahrradabstellplätze, ein öffentlicher Wartebereich und WCs. Das Eisenbahnmuseum Kötzschau ist ausgezeichneter Partner im Bahn- Bus- Landesnetz in Sachsen-Anhalt und Träger des Siegels "Gut zu erreichen im Bahn- Bus- Landesnetz“.