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Museumsverband Sachsen-Anhalt

Museen Sachsen-Anhalts

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Wolfen

ORWO-Werbung museumspädagogische Programme Ausstellungsraum Giesserei Agfa-Farbfilmschachtel

Hier war früher die zweit-größte Film-Fabrik der Welt.
Es war kein Film-Studio.
Man stellte hier Film-Bänder her.

Man lernt etwas darüber, wie die Menschen hier arbeiteten.

Man sieht, wie ein Film-Band entstand.
Eine Ausstellung zeigt viele Kameras.

Filme "verknipsen" ist einfach - drücken und fertig. Aber wer weiß schon, wie ein Film entsteht, wie viele Arbeitsschritte notwendig sind und unter welchen Temperatur- und Lichtbedingungen die Frauen und Männer in der ehemals zweitgrößten Filmfabrik der Welt bis in die 90er Jahre produziert haben?
In einem früheren Produktionsgebäude aus dem Jahre 1909 wird Ihnen die Produktion von Kine- und Fotofilmen anhand originaler Maschinen gezeigt. Ein historischer Streifzug durch die Geschichte von AGFA und ORWO lässt Unerwartetes zu Tage treten. Oder wussten Sie beispielsweise, dass in dem jetzigen Museumsgebäude 1936 der erste praktikable Farbfilm der Welt - der AgfacolorNeu-Film - hergestellt wurde? Außerdem können Sie die größte Kamerasammlung Sachsen-Anhalts bewundern. Für Kindergruppen und Schulklassen bietet das Museum verschiedene museumspädagogische Programme an.

Sammlungen bei museum-digital

Sonderausstellungen

Sonderausstellung vom 25.05.2019 bis 18.08.2019
Büstenhalter 2.0
Fotoausstellung von Maik Fabian

Ein neuer Büstenhalter ist jetzt da! Zu sehen und zu bestaunen im Industrie- und Filmmuseum Wolfen.
Nach der sehr erfolgreichen und mit einem riesen Besucherstrom gelungenen Ausstellung "Büstenhalter - Kaleidoskop der Wörter” im Jahre 2014 folgt nun eine Fortsetzung.
In "Büstenhalter 2.0“ erwarten sie 70 neue Bilder, die Wortspielerei und Fotografie in eine neue Dimension heben. Eine Ausstellung für alle die Lust auf Rätsel, Fotografie und die Wirren der deutschen Sprache haben. Auch Schulklassen sind herzlich eingeladen um einen ganz neuen Blick auf unsere 𠇌oole” deutsche Sprache zu gewinnen.
Der Fotomacher und Verantwortliche für diese Wortglauberei ist der in Wolfen geborene Maik Fabian Jahrgang 1972.
Mit dem Medium Fotografie ist Maik Fabian schon anhand seiner Herkunft und auch dem Umstand, dass seine Mutter in der Filmfabrik Wolfen tätig war, seit frühster Kindheit verbunden. Aufgewachsen und seine Jugend erlebte er im Neubaugebiet Wolfen Nord. Das fensterlose Bad funktionierte er regelmäßig in eine Dunkelkammer um. Ärger gab es, wenn er mal wieder Mamas Handtücher mit Fotochemie ruiniert hat.

Wie so viele Fotografen sprang Maik Fabian schnell auf den Zug der digitalen Fotografie auf, der ohne Zweifel viele positive Seiten aber kaum noch etwas mit dem Handwerk der analogen Fotografie gemeinsam hat. In der digitalen Fotografie erwischt man sich früher oder später dabei gedankenlos und planlos rum zu knipsen um dann doch so gut wie alles wieder zu löschen oder die Bilder im Nirvana der Festplatte verschwinden zu lassen. Zurück zu seinen Wurzeln richtete sich Maik Fabian zu Hause wieder eine Dunkelkammer ein, in der er von der Filmentwicklung bis hin zu Vergrößerungen und Edeldrucktechniken dem Handwerk frönen kann. Mit seinem handwerklichen Geschick ist zu seiner Kameraausrüstung nun noch eine selbst entworfene und gebaute Großformatkamera im Filmformat 24x30 cm dazugekommen.

Spezialisiert hat Maik Fabian sich auf analoge Portrait- und Aktfotografie. Auch interessante Landschaften bildet er gern ab.
In der neuen Ausstellung "Büstenhalter 2.0" ist der Besucher gefragt den richtigen Bildtitel zu erraten. Die vielen neuen Bildideen hat Maik Fabian auf abstrakte und humorvolle Weise in Schwarzweißfotografien dargestellt. So wird beispielsweise aus einer Flasche, die einen Schatten wirft, ein ”Schattenspender”. Es handelt sich auch nicht um eine Schnecke mit Erkältung sondern um das "Schneckentempo“. "Einzelhandel” war auch so eine Bildidee.